Festival Contre Le Racisme 2019!

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Im November veranstalten wir in Kooperation mit dem AStA der TH Nürnberg das Festival Contre Le Racisme 2019 mit insgesamt acht Veranstaltungen. Diese gehen in Nürnberg thematisch auch über Rassismus hinaus, was uns aktuellen gesellschaftlichen Diskursen wie in Sachen Klima oder Gleichstellung der Frau nur angemessen erscheint. Wir als AK Ohm gegen Rechts betrachten die Hochschule als politischen Raum und wollen durch solche bildungspolitische Angebote über aktuelle gesellschaftliche Themen aufklären und zu Diskussion und Debatte anregen. Das Festival Contre Le Racisme ist eine bundesweite und dezentrale Veranstaltungsreihe, unter dessen Label auch in anderen Städten bildungspolitische Angebote stattfinden.

Unsere Veranstaltungen auf einem Blick:

06.11.19 | 19 Uhr | Vortrag & Diskussion: Die Frau im Kapitalismus | mit Susanne Martin und Werner Schweikert | Raum BL.317

12.11.19 | 19 Uhr | Vortrag & Diskussion: Klimarettung im Kapitalismus | Raum BL. 317

14.11.19 | 19 Uhr | Filmvorführung: „Der zweite Anschlag“ | Raum BL. 317

16.11.19 | 13 Uhr | Workshop: Armut im Kapitalismus – Über Eigentum und Ausschluss | mit Dr. Ina Schildbach | Raum BL. 511

21.11.19 | 19 Uhr | Feministische Kneipe | Fachschaft SW

25.11.19 | 14:30 Uhr | Führung am Reichsparteitagsgelände| Treffpunkt Zeppelintribüne

26.11.19 | 19 Uhr | Vortrag & Diskussion: NSU-Ermittlungen und Institutioneller Rassismus | mit Jonas Miller | Raum BL. 317

29.11.19 | ab 22 Uhr | Party Contre Le Racisme | Desi Nürnberg

Der im Flyer angekündigte und für den 20.11.19 geplante Vortrag „Judenfeindschaft und Antisemitismus“ mit Benedikt Wolle muss leider ausfallen.

Alle Veranstaltungen mit Ankündigungstext:

Vortrag & Diskussion: „Die Frauenfrage heute“ von Susanne Martin und Werner Schweikert | 06.11.19 | 19 Uhr | Bahnhofstraße 87, Raum BL. 317

Auch nach der längst erreichten rechtlichen Gleichstellung mit dem Mann gibt es noch immer genug Diskriminierung und sexuelle Unterdrückung des weiblichen Geschlechts. Frauen führen den Kampf dagegen, indem sie der Männerwelt vorwerfen, nach wie vor den Respekt für die Selbstbestimmung der Frau zu verweigern und in gestrigen Rollenbildern der Geschlechter zu verharren. Mit der Forderung nach Respekt rennen die Protagonisten der Geschlechtergerechtigkeit überall – in Politik, Öffentlichkeit und schon gleich im akademischen Bereich – offene Türen ein. Sieht man von ganz konservativen Kreisen und islamischen Gemeinschaften ab, gibt es keine Stimme, die vor den Frauen als selbständigen, beruflich und überhaupt vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft nicht den Hut ziehen würde.

Woran liegt es dann, dass der allgemein bekräftigte gute Wille nicht viel ändert an den sozialen Benachteiligungen, Beleidigungen, An- und Übergriffen, die Frauen erfahren? Anders gefragt: Haben die gesellschaftlichen Positionen und Rollen, auf die die Frauen festgelegt sind, nicht doch handfestere Gründe als frauenfeindliche Vorurteile der Männer, Gründe, denen man mit dem Einfordern und Abliefern von Respektsbezeugungen überhaupt nicht beikommt?

Vortrag und Diskussion: Klimarettung im Kapitalismus? | 12.11.19 | 19 Uhr | Bahnhofstraße 87, Raum BL. 317

Der Klimawandel ist in den letzten Jahren ziemlich spürbar geworden. Fridays For Future und die Klimabewegung fordern zur Rettung von Natur und Menschheit: Die Politik soll ihrer Verantwortung für mehr Klimaschutz nachkommen! Nach mehr als einem Jahr FFF und 1.4 Millionen Teilnehmer*innen allein in Deutschland beim Klimastreik am 20. September – hat sich in Sachen Klimaschutz nichts wesentlich bewegt. Daran, dass das Klima kein Thema in den Medien und im gesellschaftlichen Diskurs war, kann dies nicht gelegen haben. Wir wollen daher folgende Fragen klären: Was hat es auf sich, mit dem „Menschheitsproblem“ Klimawandel, was sind seine Gründe und Ursachen? Was für eine Klimapolitik betreibt die BRD und für was übernimmt sie hierbei in der Tat Verantwortung? Entscheidet statt der Politik nicht jede*r Einzelne durch das eigene, ausschweifende oder nachhaltige, Konsumverhalten zwischen Schädigung und Schutz der Umwelt?

Filmvorführung „Der zweite Anschlag“ & Kneipentour | 14.11.19 | 19 Uhr | Bahnhofstraße 87, Raum BL. 317

DER ZWEITE ANSCHLAG (Deutschland, 2018, Länge: 62 min) dokumentiert die bisher kaum beachtete Perspektive der Betroffenen rechter Gewalt und stellt sie in den Mittelpunkt. In tiefgehenden Interviews entwickelt der Film ein präzises Bild der teils traumatischen Erlebnisse, welche die Protagonist*innen des Films durchlebt haben. Osman Tasköprü erzählt von dem Mord an seinem Bruder Süleyman, den der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) 2001 in Hamburg beging. Er erlebte die Stigmatisierung und die Attacken aus Politik und Medien als zweiten Anschlag auf seine Familie. Ibrahim Arslan schildert seine Erinnerungen an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992, den er selbst nur knapp überlebte und Mai Phương Kollath wohnte selbst in Rostock-Lichtenhagen, als dort unter dem Beifall hunderter Schaulustiger das Sonnenblumenhaus von Neonazis in Brand gesteckt wurde.

Ein beeindruckender Film der den Betroffenen rechter Gewalt zuhört und ihnen eine Stimme schenkt.

Im Anschluss werden wir den Abend mit einer Kneipentour in der Nürnberger Südstadt ausklingen lassen. Start ist im Arsch & Friedrich.

Workshop: „Armut im Kapitalismus – Über Eigentum und Ausschluss“ mit Dr. Ina Schildbach | 16.11.19 | 13 Uhr | Bahnhofstraße 87, Raum BL. 511

Der UNO zufolge gäbe es auf dieser Welt genügend Nahrungsmittel, um die Menschheit damit zu versorgen – bekanntermaßen leidet jedoch jede*r neunte Erdenbewohner*in Hunger. Auch in den „Industriestaaten“ existiert nach wie vor Armut; so ist beispielsweise in Deutschland jedes fünfte Kind von Armut betroffen. Weswegen gehören Hunger und Armut zum Kapitalismus dazu? Wie ist das Verhältnis von materiellem Ausschluss und Freiheit? Warum wird die Arbeit trotz technischem Fortschritt und Digitalisierung nicht einfacher, sondern für die Arbeitnehmer*innen sogar häufig stressiger und prekärer? Und wie bezieht sich der Staat hierauf? Diese Fragen sollen im Workshop durch einen Nachvollzug Karl Marx‘ Kritik und Argumentation beantwortet werden.

Feministische Kneipe | 21.11.2019 | 19 Uhr | Bahnhofstraße 87, Fachschaft SW, TH Nürnberg

„Wenn wir streiken steht die Welt still“ – mit diesem Slogan sind in der Geschichte FLINT* Personen überall auf der Welt im Kampf gegen Sexismus und für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung auf die Straße gegangen. Wir denken, dass es auch in Deutschland wieder Zeit für einen feministischen Streik ist und wollen diesen im März 2020 auch in Nürnberg umsetzen!
Kommt zur feministischen Kneipe, lernt das FLINT* Komitee Nürnberg kennen und vernetzt euch! Alle FrauenLesbenInterNon-binaryTrans* sind herzlich willkommen.

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Führung am Reichsparteitagsgelände | 25.11.19 | 14.30 Uhr | Treffpunkt: Zeppelintribüne

Von Naherholungsgebiet, über Aufmarsch- und Veranstaltungsfläche, Kriegsgefangenenlager und schlussendlich wieder zu einem Naherholungsgebiet hat das ehemalige Reichsparteitagsgelände eine bewegte Geschichte hinter sich. Wir wollen in einer gut dreistündigen Führung zumindest ein paar dieser Aspekte beleuchten.
Außerdem wollen wir euch auch ein paar verborgene Orte zeigen. Dafür werden wir unter anderem eigentlich verschlossene Teile der Kongresshalle erkunden.

Beginn: 14.30 Uhr
Treffpunkt: Zeppelintribüne
Teilnehmer*innenanzahl begrenzt!
Anmeldung unter: ohmgegenrechts@riseup.net

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Vortrag & Diskussion: „NSU-Ermittlungen und Institutioneller Rassismus“ von Jonas Miller | 26.11.19 | 19 Uhr | Bahnhofstraße 87, Raum BL. 317

Über dreizehn Jahre konnten die RechtsterroristInnen des sog. Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Deutschland ungestört Bombenanschläge verüben und zehn Menschen ermorden.
Die Polizei ermittelte in dieser Zeit gegen die Opfer und deren Familienangehörigen und nicht gegen Neonazis.
Jonas Miller arbeitet als Journalist in einem investigativen Rechercheteam zum NSU-Komplex. Anhand von Ermittlungsakten wird beispielhaft gezeigt, wie die klischeebehaftet die Behörden ermittelten.

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Nach knapp einem Monat voller Vorträge, Workshops, Filme und vielem mehr im Rahmen des Festival Contre Le Racisme 2019, laden Euch der AK Ohm gegen Rechts und der AStA der TH Nürnberg in die Desi zur Abschluss-Soliparty des Festivals.
Wir wollen mit Euch einen Abend abseits der Tristesse des (Studi-)Alltags und des gesellschaftlichen Rechtsrucks feiern.Für die musikalische Untermalung sorgen:
FouX | Operated by Beat | Techno
Ezrael | xylotrip | House
Niqawa | Monsters of Jungle | Drum and Bass
DJMoglee | LightUp! | Drum and Bass
Beginn: 22 Uhr

Ort: Desi Nürnberg, Brückenstraße 23, 90419 Nürnberg
Eintritt: 6 € + X

Der Gewinn des Festivals wird selbstverständlich wieder gespendet!

Dieses Jahr spenden wir an Die Drei von der Autobahn sowie an den Kurdischen Roten Halbmond. Mehr Infos dazu gibt es jeweils auf https://www.redside.tk/2019/09/02/ueberblick-und-solidaritaetsaktionen-zu-den-drei-von-der-autobahn/ sowie http://www.heyvasor.com/de/ und https://anfdeutsch.com/rojava-syrien/kurdischer-roter-halbmond-unsere-kapazitaet-ist-erschoepft-14837.


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

 

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