Keine Werbung für Rüstungsunternehmen! – Aktion gegen Diehl auf Firmenkontaktmesse

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Keine Werbung fürs Töten!

Am 22. November waren Antimilitarist*innen auf der Firmenkontaktmesse im WT-Gebäude an der Hochschule, um mit mit einem Transparent, Schnipsel, Flyern sowie einer kurzen Rede auf den dortigen Diehl-Stand aufmerksam zu machen.

Die Diehl Stiftung ist ein Waffenunternehmen und dadurch kein Ausbeutungsbetrieb wie jeder andere. Der größte Teilkonzern – Diehl Defence – ist Hersteller von Lenkflugkörpern, Munition, Raketensystemen und Zielsensorik.

Die Waffenschmiede liefert neben NATO-Staaten auch in Länder wie Saudi-Arabien, in denen Menschenrechte verletzt werden. Aber egal an wen letztlich Waffen exportiert werden: Jeder Waffenverkauf ist zu viel!

Die NATO-Staaten haben sich verpflichtet, zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes in Rüstung zu stecken. Alleine nächstes Jahr wird der Rüstungshaushalt 43,23 Milliarden Euro umfassen – und da ist man noch weit von zwei Prozent des BIP entfernt. Das Geld fehlt dann an anderer Stelle, im Bildungs- oder im Gesundheitssystem.

Das ist Wahnsinn! – Die zunehmende Aufrüstung befeuert Kriege angesichts einer krisenhaften Staatenwelt und einem weltweiten Rechtsruck. Waffen sind notwendig für Kriege und dadurch eine Fluchtursache! Waffenexporte zu beenden heißt auch Fluchtursachen zu bekämpfen.

Wir müssen diese Aufrüstung und Militarisierung beenden!
Ein erster Schritt wäre es, Waffenfirmen an der Hochschule keinen Raum mehr zu geben.

Der Flyer, den wir verteilt haben und der noch einmal darauf eingeht, was eine Zivilklausel ist und warum wir diese für notwendig halten ist hier zu finden.

Wir fordern von der Hochschule die Einführung einer Zivilklausel, also das Verbot von Waffenforschung an der Hochschule, sowie auch keinerlei Kooperation mit Rüstungsunternehmen, auch nicht auf einer Firmenkontaktmesse wie heute!

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1. Festival Contre Le Racisme an der TH von 9. bis 30.11.18! – Politische Vorträge, Workshops und vieles mehr…

Dieses Wintersemester findet das 1. Festival Contre Le Racisme an der TH Nürnberg statt!

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Vom 9. bis zum 30. November werden insgesamt zwölf Veranstaltungen angeboten. Mit Workshops, Vorträgen und Filmvorführungen, einer den ganzen Zeitraum über besuchbaren Ausstellung, einer Stadtführung und einer antirasstischen Kundgebung wollen wir uns mit verschiedenen Diskriminierungs- und Unterdrückungsformen beschäftigen und für eine vielfältige, solidarische Welt einsetzen. Bis auf die Abschlussparty sind alle Veranstaltungen kostenlos.

Das Festival Contre Le Racisme, abgekürzt FCLR, ist eine bundesweite und dezentrale Kampagne, unter deren Namen in zahlreichen Städten und universitären Einrichtungen Aktionswochen zu Themen wie Rechtsextremismus, Rassismus und darüber hinaus stattfinden. An der Technischen Hochschule wird das Festival contre le racisme Nürnberg dieses Jahr zum ersten Mal stattfinden. Organisiert und getragen wird es vom AK Ohm gegen Rechts und dem AStA Hochschule Nürnberg.

Im Folgenden findet ihr eine kompakte Übersicht zum Programm des FCLR 2018, und wenn ihr auf Weiterlesen klickt jeweils weitere Informationen und einen ausführlicheren Ankündigungsbericht.

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09. – 30.11. | Ausstellung: „Die Säulen der Menschenfeindlichkeit. Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sind Alltag und überall“ | Foyer des BL.-Gebäudes [Bahnhofsstraße 87]

09.11. | 19 Uhr | Ausstellungseröffnung + Vokü + Kneipentour | Foyer des BL.-Gebäudes

10.11. | 10 – 17 Uhr | Sensibilisierungsworkshop | Anmeldung an: ohmgegenrechts [at] riseup.net

13.11. | 19 Uhr | Vortrag „Grundsätzliches über Kapitalismus, Migration und Rassismus“ von Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie | BL.317

17.11. | 15.30 Uhr | Antifaschistische Stadtführung | Plärrer Rondell

19.11. | 18 Uhr | Workshop „Argumentieren gegen Rechts“ mit Dr. Ina Schildbach | BL 317

21.11. | 19.30 Uhr | Filmvorführung „I am not your negro“ | BL 317

22.11. | 19 Uhr | Vortrag „Was ist Antiziganismus?“ von Dr. Markus End | BL 317

24.11. | 15.30 Uhr | Kundgebung „Solidarität statt Spaltung“ | Innenstadt Nürnberg/Hallplatz

26.11. | 11.12.| 19 Uhr | Vortrag „Zwischen Konservativ und Ultrarechts: Deutsche Studentenverbindungen“ von Dominick Kardinsky | BL 317

28.11. | 19.30 Uhr | Filmvorführung „Newcomers“ | BL 317

29.11. | 19 Uhr | Vortrag zu antimuslimischem Rassismus | BL 317

30.11. | 22 Uhr | Party contre le racisme | Desi Nürnberg

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Weiterlesen

Vortrag: Der NSU, Deutschland und der rassistische Normalzustand

Heute Abend (18.06.), 19 Uhr im Freiraum / Raum BL 411: Vortrag mit dem Titel „Der NSU, Deutschland und der rassistische Normalzustand“ über das baldige Ende des NSU-Prozesses und die Tag X-Mobilisierung nach München.

Zwischen 1999 bis 2011 beging der NSU drei Bombenanschläge und zehn Morde, darunter neun an migrantischen Kleinunternehmern, sowie zahlreiche Banküberfälle. Erst im Jahr 2011 enttarnte sich die nationalsozialistische Terrorgruppe durch die Selbstmorde von Uwe Böhnhardt und Mundlos selbst. Zwar war der NSU das Werk von militanten Neonazis, ohne die Verwicklungen des Verfassungsschutzes, den Rassismus in Polizei und Gesellschaft hätte es ihn jedoch in dieser Form nie gegeben.

Der Vortrag wird jene Faktoren beleuchten, die dazu geführt haben, dass der NSU seine neonazistischen Terrorakte ungehindert begehen konnte. Außerdem soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit die gesellschaftlichen Verhältnisse, die den NSU möglich gemacht haben, auch nach dessen Auffliegen fortbestehen.
Außerdem wird es Infos zu den Aktionen am Tag X, dem Tag der Urteilsverkündung im NSU-Prozess, geben. Aus Nürnberg wird eine gemeisame Zuganreise zur Demonstration in München organisiert, Treffpunkt am Tag X ist um 14:30 Uhr der Infopoint in der Mittelhalle des Nürnberger Hauptbahnhofs.

Solidaritätserklärung des Studierendenparlements mit dem Bildungsstreik am 22.06.18

Das Studierendenparlament unserer Hochschule beschloss auf Antrag des Allgemeinen Studierendenausschusses folgende Position und Solidaritätserklärung in seiner Sitzung am 23.05.18:

Bildung für alle: Sie schieben ab? – Wir streiken!

Ob Studierende, Auszubildende oder Schüler*innen. Ob in Deutschland geboren, seit vielen Jahren hier oder seit einigen Monaten. „Unvernünftig“ oder „desinteressiert“ wird „unsere“ Generation betitelt. Statt die Symptome zu betrachten, werfen wir einen Blick auf eine Ursache: unser Bildungssystem.

Chancengleichheit? – Fehlanzeige!

(Soziale) Segregation und Leistungsdruck beginnen schon im Grundschulalter. Kinder aus Familien mit niedrigem sozio-ökonomischen Status oder Migrationshintergrund bekommen seltener eine Gymnasialempfehlung. Nach dem Abitur wird weiter selektiert: nur 24 von 100 Personen aus Nicht-akademischen Familien erreichen den Zugang zu einer Hochschule – aus akademischen Familien sind es 71. Welche Bildung ein Mensch erfährt ist also maßgeblich von der sozialen Herkunft abhängig.

Nicht für die Schule – für das Leben lernen wir?!

Was soll das für ein Leben sein, in dem Numerus Clausus und ECTS relevanter sind, als Zwischenmenschlichkeit, politisches Interesse und der Umgang mit Herausforderungen des täglichen Lebens. Stattdessen geht es – insbesondere seit den Bolognaprozessen – in erster Linie darum, junge Menschen für den Arbeitsmarkt zurecht zu biegen. Die Wirtschaft nimmt durch Sitze in entscheidenden Gremien oder durch Finanzierung von Forschungsprojekten und Studiengängen enormen Einfluss auf die vermittelten Bildungsinhalte, was die Unabhängigkeit der Wissenschaft gefährdet.

Bildung ist unsere Zukunft!

Seitens der Politik wird immer wieder betont, wie wichtig gute Bildung für unsere Zukunft ist. Ein möglichst guter Abschluss – so heißt es – sichert gute Arbeitsplätze. Die Realität junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt ist aber durchzogen von Arbeitslosigkeit, unbezahlten Überstunden, Niedriglöhnen und befristeten Arbeitsverhältnissen. Fast 80 Prozent der 25- bis 29-jährigen Akademiker*innen müssen sich mit einem Arbeitsvertrag auf Zeit begnügen.

Bildung ist niemals umsonst – und leider auch nicht kostenlos

Es kommt hinzu, dass Bildung nicht kostenfrei und somit nicht vollumfänglich für alle zugänglich ist. Zwar wurden die Studiengebühren vor einigen Jahren abgeschafft, doch können wir uns nie ganz sicher sein, ob das auch so bleibt. In Baden-Württemberg wurden sie für Nicht-EU-Ausländer*innen wieder eingeführt, was eine rassistische institutionelle Diskriminierung darstellt. Es entstehen Kosten für Semestertickets, Bücher oder Exkursionen. Leistungen nach BAföG stehen nicht allen zu und können die Kosten genauso wenig abdecken, wie ein Nebenjob. Genauso fernab der Realität ist es, zu denken, dass Eltern dafür aufkommen können. Knapp 1/5 aller Studienabbrecher*innen tun dies aufgrund finanzieller Schwierigkeiten. Damit verschärft sich die Bildungsungleichheit weiter.

Hochschulen sorgen für Fluchtursachen

Als wäre das nicht schon genug, sind deutsche Hochschulen durch die Unterfinanzierung oft gezwungen Forschungsaufträge für die Rüstungs- und Waffenindustrie anzunehmen und beteiligen sich aktiv an der Entwicklung von Waffensystemen. Durch die Bundeswehr bzw. Waffenexporte sorgt das für Krieg und Zerstörung der Existenzgrundlage, sowie die (oft tödliche) Flucht Hunderttausender. Die hier angekommenen Geflüchteten erwartet eine Asylpolitik, die sie wieder in vermeintlich sichere Gebiete abschieben will und systematisch das Menschenrecht auf Bildung, Arbeit und ein menschenwürdiges Leben verwehrt.

Wir fordern für die TH Nürnberg deshalb: Die Einführung einer Zivilklausel, die jegliche Forschung für die Rüstungs- und Waffenindustrie verbietet.

Bildung darf kein Privileg sein!

Wir als Studierende sind lieber „unvernünftig“, wenn Vernunft bedeutet, tatenlos zuzusehen und zu schweigen, um das System am Laufen zu halten. Wir sind die Zukunft und gestalten sie selbst. Wir stehen für eine Zukunft, fernab von Diskriminierung und Unterstützung (aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Religion). Wir erklären uns solidarisch mit der Jugendaktion Bildung statt Abschiebung und ihren Forderungen und rufen hiermit dazu auf:

Geht am Tage des Bildungsstreikes nicht in die Schule, die Hochschule oder den Betrieb, sondern legt euer Privileg der Bildung für einen Tag nieder, streikt, geht auf die Straße und demonstriert.

22.06.2018 – Raus zum Bildungsstreik!

Mehr Infos:
Jugendaktion Bildung statt Abschiebung

Verteilung Wassertorstraße

Heute hatten wir eine Flyerverteilung am Standort Wassertorstraße zur Mobilisierung für den Bildungsstreik 2018 und für den Vortrag Hochschulen und Krieg – Warum wir eine Zivilklausel brauchen!

Die Resonanz war gut, viele Studierende haben die Flyer interessiert angenommen und durchgelesen.

Du willst auch den Bildungsstreik an unserer Hochschule pushen? Komm doch gerne heute Abend (29.05.) um 20:00 Uhr auf unser Treffen im Asta (KA010)!

Vortragsveranstaltung: Militarisierung von Forschung und Lehre – Warum wir eine Zivilklausel brauchen!

Hochschulen und Krieg – Militarisierung von Forschung und Lehre
oder
Warum wir eine Zivilklausel brauchen

Ein gemeinsamer Vortrag des AStA der TH Nürnberg und des AK Ohm gegen Rechts mit einem Referenten der Informationsstelle Militarisierung Tübingen e.V. – Donnerstag, 07.06.18, 19 Uhr in BL 317 [Bahnhofsstr. 87]

Die Produktion von Waffensystemen bietet die Grundlage für verheerende Kriege auf der ganzen Welt. In Folge dieser Kriege müssen Millionen von Menschen ihre Heimat verlassen und sich auf die Suche nach sichereren Lebensräumen begeben. Ein Teil dieser Menschen kommt auch in Deutschland an. Anstatt ihnen Schutz und Hilfe zu gewähren forciert der Staat aber die Abschiebegesetze, um die Menschen so schnell wie möglich wieder in das Kriegsgebiet, aus dem sie geflohen sind, abzuschieben. Wir sprechen uns für ein bedingungsloses Bleiberecht aus, dennoch ist es erforderlich, neben der Abschiebepraxis auch die Fluchtursachen zu bekämpfen. Ein Teil dieser Fluchtursachen sind Kriege, die mit Waffen und sonstigen militärischen Werkzeugen geführt werden.

Eine Militarisierung der Forschungslandschaft ist gegenwärtig auf verschiedenen Ebenen zu beobachten. In vielen Fällen ergeben sich neue Fragestellungen durch das geänderte und erweiterte Aufgabenspektrum der Bundeswehr. Neben der Forschung im sozialwissenschaftlichen und psychologischen Bereich lässt sich insbesondere in Feldern wie der Sensorik und der Künstlichen Intelligenz nachweisen, dass langfristige Strategien des Verteidigungsministeriums bestehen, die zivile Forschung enger mit der Rüstungsindustrie zu verzahnen und auf militärische bzw. sicherheitspolitische Ziele auszurichten. Der Vortrag mit einem Referenten der Informationsstelle Militarisierung Tübingen beleuchtet diese Entwicklungen und veranschaulicht, warum wir nicht auf eine Selbstregulierung des Marktes oder des Staates hoffen dürfen, sondern eine Zivilklausel brauchen, um effektiv Fluchtursachen minimieren zu können.

Die Einführung einer Zivilklausel ist unsere Forderung für den Bildungsstreik 2018. Näherere Informationen rund um den Bildungsstreik gibt es bei Jugendaktion Bildung statt Abschiebung.

Das Polizeiaufgabengesetz wurde verabschiedet

Gestern hat die CSU im Eilverfahren entgegen des breiten Protestes aus der gesamten Bevölkerung das neue Polizeiaufgabengesetz durchgeboxt. Das ist leider ein weiterer großer Schritt hin zur faschisierung des Staates – leider müssen wir mit Seehofer als Innenminister, der Christdemokratischen Regierung und der opportunistischen profillosen sogennannten „Sozialdemokratie“ damit rechnen, dass dieses unglaubliche Gesetz auch deutschlandweit Schule macht.
 
Dabei ist offensichtlich, dass das neue Gesetz nicht wie behauptet zur Abwehr von Terror nützt, sondern sich in erster Linie gegen politische Aktivist*innen und sonstige unliebsame Gruppen wie Fußballfans, Skater und Sprayer richtet. Gefährder*in ist jede*r, die*der die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Geschehnisse mit kritischen Augen beobachtet. Offensichtlich fühlen sich der Staat und die Herrschenden dermaßen bedroht, dass sie anfangen müssen, Leute ohne Grund einzusperren, sie massivst zu überwachen und brutale Waffengewalt einzusetzen um die kapitalistische Ordnung aufrecht zu erhalten.
 
Uns allerdings bestärkt das in unserer Kritik und in unserem Kampf gegen die Ungerechtigkeit auf der Welt! Wir lassen uns nicht einschüchtern!
 
Wehret den Anfängen!
 
Gestern Nacht haben Aktivist*innen erneut ihrem Ärger Luft gemacht und dieses Spruchband aufgehängt.