China – Aufstieg zur Weltmacht und Kampf um die Hegemonie in der Welt

*** Onlinevortrag und Diskussion mit Dr. Renate Dillmann ***


China ist ein wirklich bemerkenswerter Sonderfall der jüngeren Geschichte. Es hat als einziges Land der „Dritten Welt“ eine wahrhaft „nachholende Entwicklung“ geschafft, zu den etablierten Nationen aufgeschlossen und ist inzwischen eine kapitalistische Weltmacht.

Welche Gründe hat das? Welche Rolle spielt der chinesische Sozialismus dabei? Warum ist Chinas Wende zum Kapitalismus so anders gelaufen als die der Sowjetunion?

Einen solchen Aufstieg hatte der Westen seinen in die Freiheit entlassenen Kolonien ja angeblich immer von Herzen gewünscht – Freunde der früheren „Dritte-Welt-Bewegung“ werden sich erinnern. Nun, da China ihn hingekriegt hat, findet er wenig Beifall.
Die Vereinigten Staaten kündigen einen neuen „Kalten Krieg“ gegen China an; auch Politiker in Deutschland (und der EU) sprechen von einem „Systemgegner“. Insbesondere die USA haben diesen Kampf bereits angefangen: Sie erpressen bessere Handelsbedingungen mit Zöllen auf chinesische Waren; sie verhindern chinesische Investitionen, bedrängen ihre Verbündeten und schränken chinesische Geschäftsmöglichkeiten bei sich ein (Huawei, Tiktok). Auf militärischem Gebiet verstärken sie die geostrategische Einkreisung Chinas (Aufrüstung Taiwans, Inselstreit im Südostpazifik) und verlangen (als hochgerüstete!) Atommacht, dass China abrüstet.

Wo liegen die Gründe dafür, dass ein neuer Weltkrieg droht? Stehen da die Vertreter der „Menschenrechte“ gegen einen repressiven Monsterstaat, der Minderheiten (Uiguren) quält, freiheits- und lebenslustige Stadtstaaten drangsaliert (Hongkong) und seine Bevölkerung ausspioniert (Überwachung, Zensur)? Oder handelt es sich um die notwendige Auseinandersetzung der führenden kapitalistischen Mächte in der Konkurrenz um den Globus?

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Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung findeet am Donnerstag, 4. Februar, um 18 Uhr über Zoom statt.

Die Zugangsdaten gibt es nach kurzer Nachricht an unsere Email-Adresse ohmgegenrechts (at) riseup.net oder privater Nachricht auf Facebook oder instagram.

Weitere Infos zur Referentin Dr. Renate Dillmann sowie inhaltliche Texte zum Thema gibt es auf: https://www.renatedillmann.de/

Armut in der Marktwirtschaft und die Rolle des (Sozial-)Staats

Warum gibt es bleibend Armut in der Marktwirtschaft? Beim zweiten Termin sollen zunächst die wesentlichen Punkte aus der Veranstaltung „Armut im Kapitalismus“ im Rahmen des Festival Contre Le Racisme wiederholt und offen geblieben Fragen diskutiert werden, sodass also auch Teilnehmende herzlich willkommen sind, die bei Teil I nicht dabei waren! Der Schwerpunkt liegt sodann auf der Rolle der Politik: Wie bezieht sich der Staat warum auf die Armut, wie er es tut? Weswegen gibt’s Hartz IV? Und warum ist eine Sozialstaatskritik verkürzt, die einfach höhere Ausgaben fordert?

Dienstag, 14. Januar, um 19:30 Uhr in Raum BL.412